Letzte Änderung: 09.01.2021 11:50:24


Wörterbuch zur Alemannische Bibel

Dietmar Wiesler ich erhebe nicht den Anspruch auf "den" Alemannischen Dialekt !
Denn bei uns heißt von "vu" in Weil o. Schopfheim sagt man "vo" oder Leute wird "Lit, Lyt, Lüt" ausgesprochen usw.
es ist mir auch keine feste Rechtschreibung Bekannt z.B.: lit; lit heißt " liegt " u.s.w.

Das Lexikon ist noch im Aufbau und wir nach und nach aktuallisiert
S` Lexikon isch noh im Ufbäu un wir nohch un nohch tip top ghalte.

Hier finden Sie ein tolles Wörterbuch von "Walter Olschowka"

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Schwer z Ibasetze, (Schwierige Aussprüche, Sinngemäß


A :
    a (manchmal auch "an")(an; am), äich(euch), ä(ein), äh!(Ausdruch des Ekels), ab(mehrfache Begeutung im Satz = d Bach ab), abe(hinab, herab), acht ge; acht ha (achthaben) Ala(Auf,Hopp), allwil(immer), allbot(jedesmal), afangs(anfangend); agha(angehabt), au(auch), ällei(alleine) ämol(einmahl), äirem(eurem), ässä(essen), Äsche ( Asche ), gässä(gegessen), azeht(anzieht), azeh odr azehge(anziehen), azogä(agzoge),

B :
    Babbe(Papa), bagasch(schar), banblig(unwillig), Baum(Baum), Baim(Bäume), bauen o. baue (bauen), baut o. bäut (baut), beerdigt o. bierdigt (berdigen), Bei(Bein), bes( böse ), Baitel( Beutel ), biirke( bürgen, vubiirge( verbürgen )), bi I. (bin) (weitere Formen von sein: i bi, due bisch, er isch, mir sin, ihr sin, sie sin, gsi, i bi gsi, ( Imp.: ) bisch, ( bisch ruehig! ), sin, sig, sige), bi II. (bei), bi III. (sei), bifohle o bfohle ( befohlen), bifiehlt o bfiehlt (befiehlt), bfehl (befehl) , bitzeli(bisschen* w); Bluet (Blut); Bue(Suhn) o. Bueb(Bube; Sohn), Buebä(Sühn, Büebli (Büblein), Sehn)(Buben; Söhne), Buckel(Hügel auch der Rücken), bschiese(betrügen), breiche(erreichen), Brueda(Bruder), Breda(Brüder), Brellä(Brüllen), bruch(braucht),

C : ( * siehe "K" )
    Cheib (Aas), Cheib (auch: gemeiner Mensch), Chlage (Klage), chli*(klein), Chlini*(Kleine), Chueh ( Kuh), chumm*(kumm), Chankhet/e (Krankheit/en), chriizige(kreuzigen),

D :
    d (der; die; das (normale Artikel) aber siehe "dr"), Dag (Tag; aber bei "Landtag" nicht mit d), dä(diese), dän(diesen)(dä, die, des / dä Ma. die Frau, des Chind), Däg(Tage), däm (dem), däne (ihnen), Dal (Tal), dappe (tappen), dät (würde), dätsch (würdest), dbi o. debi (dabei), Daufi(Taufi) ( die Taufe); daufe(taufe) (taufen); duusig o. tausig, tuusig (tausend), de (die; de schaffe = die arbeiten), den (Artikel), den (tun), Dena (Diener), dene (dienen), Deufel (Teufel), dert (dort), dertmol (damals), di (dich), di (dein), dini (deine), dinem (deinem), Dieb; Deb (Dieb), Debä (Diebe), Dierle (Tierlein, *(Tiere)), diir (teuer), diirr (dürr), ditte (deuten), dmit (damit), Dolde, Dolder o. Wipfle ( Baumkrone Wipfel), dnohch (danach), do (da; dort), dohi; dhi o. dert ane (dahin), doe (tun; gemacht; getan), Döch o. Tuech (Tuch), dofir; dfir (dafür), Door (Tor ), Doorene ( Tore ), Dod odr Tot (Tod), Doterich odr Toterich(Totenreich), Dume (Daumen), duure siehe währe (dauern, währen), dusle(schlummern), dr (Betonter Artikel: der;), dodra; dra (daran), driba/doriba (darüber); Dube (Taube),
    ( * siehe T )

E :
    e(ein; des isch e weng ), ei(eine = zahl), eina(einer), eimol(einmal), einmalig(eimolig), ebis(etwas), eba, ebber, öbber(jemand), ebe (Zustimmung), ebe(üben), Ee(Ehe), etzed(jetzt), El(Öl), Epfel o. Öpfel (Apfel) erfrische(erquicken), erne(ernten; je nach Frucht(herbschte, abmache, heue, schteche,schtrigle,), Ern(Ernte), ewig o. ebig (ewig), Ebigkeit (Ewigkeit), ebne (eben machen).

F :
    Fäind o. Find auch Feind (Feind), fäin(fein), Fäda o. Fädare (Feder), feißt(fett), fescht(stark), Fäscht;Fescht(Fest), fäschtle;feschtle;fieche(feiern), Firtig (Feiertag)fehre(führen), Fehrig(Führung), fiicht(feucht), fäin(fein; feine(fäine)), flege o. falle (fallen), Fledamies(Fledamäuse), frai(frei), fäig(feige), frait(freud), Frau o. Wieb(Wyb) (Frau o. Weib), frehlich(fröhlich),Fueß ( Fuß), Feß ( Füße), vuwische o. verwische (erwischen), vutwischt o. vertwisch (entkommen), Fuuscht(Faust), Fuul(Faul).

G (*siehe auch " X "):
    gässä(gegessen), gän; gen(gebt), gheie o. gfloge (fallen, hinfallen, stürzen ; siehe auch kei), gheit ( er ist hingefallen), ghärt(gehört), gib(geben), git(gibt), glüschtet(lust(haben), begehrt), gnau(genau), gang(gehe), gange(gegangen), gnu(genommen), gnue,gnueg(genug), go(gehe), goht(geht), gehn(gehe, [aus]gehen), ge(geben)auch (i gib, gisch, git, gen, gän, gib, gen, ha ge), gege(gegen), gsait*(gesagt), gsi*(gewessen), gelte(sein), guet(gut), Guller(Gockel, Haushahn), Guume(Gaumen), gsäh(gesehn), gsähnä(gesehen), Gschidheit(Weisheit), Gschwätz, Gschwafel(Gerede), gsiirt(gesäuert; siehe suur*), Gsund*(Gesund),
Zeiten
  • ge (geben) : ge, i gib, gisch, git, gen, gän, gib, gen, ha ge, gäb, gäbsch ma, mir gäbe, gäbtet,

H :
    ha(habe; haben), hän(haben), hät(hätte), Hai(Heu), Haigumper(Heuschrecken), härä(hören), Häß(Gewand; Kleid), hi I(hin), hi II(kaput), hiilä(heulen), Hiit(Heute), hine(hinten), hebe(halte; aufheben), helde(neigen), hüet (heet)(hüte), het(hat; hatte), her(höre) härt(hört), hoferig(hoffärtig), Hof(Hof), Hef(Höfe), Hoor(Haare), Hunig(Honig), huffä(haufen), Hufte(Hüfte), Huus(Haus), Hiisa o. Hüser(Häuser), huuse/ loschiere/ wohne(wohnen), Hutt(Haut), Häute(Hütt) .

I :
    i o. ich (ich), iba (über), ibawunde (überwunden), ibel (übel) siehe: "unguet", ii (ein) , trifft ii ; ( z.B. trifft ein;) i oder ii am Wort Anfang(heist z. B. einsammeln; isammelsch), izehn (einziehen), imma (immer), ine (hinein), Is (Eis), isch (ist)

J :
    jedäm(jedäm), jedesmol( jeweils), jo o. ja (aber meist:) Jo !, Jo-jo (Ja ja o. Ähä!) , Jomma(Klage), jommere(klagen), Juged(Jugend), juchze(jauchzen),

K : ( * siehe "C" )
    ka(kann), kei(kein), kriizige*(kreuzigen), kli*(klein), Klini(Kleine), Kueh (Kuh), kummt (kommt), kumm*(komm), Krankhet* (Krankheit), Krankhete* (Krankheiten)

L :
    Laichta (Leuchter),Läda(Leder), läderne(ledern), Lit(Leute), liede(leiden), liicht o. lycht (leicht) lit; lit(liegt), liebe(liebe), lebe(lieber), lebi(liebe = mehrzahl odr weiblich), Lyb(Leib), Lyne(Leine), Lyndöch o. Lyntuech (Leintuch), len(lassen), Lege(das Luugn (Lugibiitel (Luugnmaul)), lege I(legen), Lecht(Licht), lescheer(lässig), lese(lösen), loos(merke auf,achte), loss(lass), losst(lässt), lueg(schau), luegt(schaut), Lug(Luug), lege IILüge(lügen), Lugimuul(Luugnmaul), Lugibiitel(Luugnbeutel), Lyne (Leine), lyne o.lynes (leinen) lynerne (leinern).

M :
    Ma(Mann), Mann(bei mehrzahl; 100 Mann), Männa (Manne)(Männer), mache(tun), mai(wehe dir, wehe dem, siehe auch Wehe), mänkmol(manchmal), meege(möge), mehn(müsst, müssen), meße(müssen), mueß(muß), mi(mich; mein), minetwegä (meinetwegen) mr, me (man), Muetter(Mutter); Muggäseggeli(ein kleines), Müs(Maus), Mies(Mies), Mul o. Muul(Mund), Mulwurf(Maulwurf), Mulwirf(Maulwürfe), müehje (mühen), gmüehjet o. bmüehjet( gemüht o. bemüht), Muure(Mauer), muure(mauern).

N :
    na (Allgenein "ihr; er"), nai; näj(neu), naii; näji (neue (auch naie, näje)), nare, zue nare, ihre (im Satz weiblich "ihr, zu ihr"), naimet(irgendwo), naine(nirgents),nee(I nie), ne o. nene**(II ihnen), nemat(keiner), neh(nehmen), nuf o. uffe(hinauf), nei(nein), nene* oder ne(ihnen), nem***(mehrfach Bedeutung= ihm, dem,), nem(ihm), ni (hereien, rein tun), niider (nieder), niin (neun Zahl), nit(nicht), nu (nun), noh(noch), nohch(nach), nohchdäm(nachdem), nooch(nahe),

    ** bei "ist Ihnen" spricht man "isch schene" selten "isch nene"
    *** bei "ist ihm" spricht man "isch schem" auch "isch nem" oder "hat ihm" ist " het tem"


O :
    Obacht(Achtung), Obend; Obed; Obe(Abend), Z Obe(Am Abend), obe(oben), odr(oder),

P :
    s Paar, (Paar), Pärli ( Pärchen), Päpere (Trompete), päpere(trmpeten), parat(bereit; fertig), pfift(pfeifen), Pfüss(Schlaf), Pfarra(böse=Pfaffe); Prieschta(Priester),

Q :
    Quake(Reden), Quatsch(Unsinn)

R :
    ra(runter), rah(her); rahkumme (herkommen)), rahdraue (hertrauen) ,rab(herunter), Rägä(Regen), rägnä;(regnen), Ranze(Bauch), rüs(raus), Räbä o. Rebe (Reben), Räbhöhn o. Rebhuehn (Rebhuhn), Red (Rede), rede o. schwätze (reden) reft(ruft), ruefe(rufen), rehme(rühmen), Roehm(Ruhm), rie(rein), riezeh(reinziehen),

S :
    S`(als Artikel), s(es), St und Sp durweg "Scht" und "Schp" gesprochen(z.B. stehen = schtehn), Schlof(Schlaf), schtruuchelsch(strauchelst), sait(sagt), Säu(Sau; Schwein), säh(sehn), sähn(sehen), sälla o. selle(jener; der), saje(säen gesät(gsajt)), Säma(Sämann) sälli(jene; die), Schick(Sende), sin(sind), site(seite) Sach(Ding), schen(schön), Schissle o. Schüssle (Schüssel), schiinds(scheinbar, anscheinend); schla(schlagen), Schluuch, Schliich, Schliichli, (Schlauch, Schläuche, Schläuchlein), schluuche (schlauchen: gemeind ist mühen), Schmutz(Fett), schpeta(später), Schtäcke(Stecken, Stock)schtärka (stärker), schtehn(stehen), schtraie(streuen), Schtadt (Stadt), Schtroof ( Strafe), schwätze(reden), Schuehreme(Schuhriemen), si(sein; besitzanz.), sig(sei)*siehe "bi", sit (seit), Siile o. Süüle (Säule),sonig(solch), sonigi(solche), sonigs(solches), sufa; süba(sauber),Suhn,Sehn,Sühn ( siehe Bueb usw...), sunscht (sonst) suufe(saufen), süfzge(seufzen), Süüri (Säure), süür; suur(sauer); * gsiirt(gesäuert), Some(Same;Samen),

    selle o. seller, selli, sell, seller Ma, selli Frau, sell Chind ( jener, jene, jenes )


T : wird oft als "D" ausgesprochen je nach Ortschaft!
    tagwis o. tagwise (tägliche o. täglichen), Tageslecht o. Taglecht (Tageslicht), Tate (Taten), Tiere* (Tiere aber Tierlein(auch Dierli)), Tenn o. Denn ( Tenne Dreschboden ), trage (tragen), tritt (trat; treten), Toterich( Totenreich (oder Tot = Dod), totmache, auch: anmurkse, himache (töten), träue (traue), Trumpete o. Päpere (Trompete)
    ( * siehe D )

U :
    unghüür (ungeheuer), s Unghüür (das Ungeheuer),unguet (übel) siehe "ibel", unda(unter), uf(auf), uffe (hinauf), uffiszue o. uffeszue (empor), unde(unten), unguet o. unguetdoe ( übel, übelgetan), Unkrut(Unkraut), üs o. us (aus), uns o. us (uns), üstriebe(austreiben), üsä o. rüs (raus;), usä(drausen), üskotze (auskotzen),

V :
Bi uns heißt von "vu" in Weil o. Schopfheim sagt man "vo"

odr bi uns heißt die Vorsilbe ver "vu" allgemein sagt man "ver" z.B.: vugelde o. vergelte (vugelt s Gott)

    Die Vorsilbe "zer" (zerbrechen) kommt im Alemann. nicht vor,sie wird fast immer mit "vu" o. "ver" gebildet
    Anmerkung bei uns spricht man die vorsilbe ver: also vu für ver (z.B.: vuheie statt verheie)

    Vada(Vater),vilicht(vielleicht), viiri(vor; hervor), Vieh; auch: s Viih, d Viicher (das Vieh, die Viecher), vorig (vorher), vubroche o. vuheie (zerbrochen, zerbreche), üsgfrässe o. vubroche ( ausgefrässen o. verbrechen (sinng. Straftat), vuwitsche o. verwitsch(erwischen), vutwitsche o. vertwitsche(entweichen; entkommen), vugange(vergangen), vu(von), vuzehle(erzählen),


W :
    Wandarig(Wandarung), Wäg(Weg), wäg(weg), wägä(wegen), wäggo(weggehen), wahrschiens(wahrscheinlich), wär (wen er aussucht), währe siehe duure (währen, dauern), wände (wenden), Wehe(Wehe) siehe auch Mai, weng(ä weng = ein wenig, bisschen*b), Weisig (weisung/en), welle(wollen) Wi(Wein), Wieb auch Wyb o. Frau "d Frau het gsait" (Weib; Frau), wiiß(fabe weiß), wisse(das wissen), weisch(du weißt), wiechen (weichen), Wipfle o. Dolde (Baumkrone Wipfel), Wetta(Wetter), wettere(schimpfen), wida(wieder), wiet(weit), wieta(weiter), we(wie), wo(Als Artikel; der;die;das), wore o. worde (worden), wott(wollte), Wunne(Wonne), Wut (Wuet), wuetig (wütend), Wüschte(Wüste),

X (*siehe auch" G " ) :
    xi*(gewesen), xait*(gesagt), Xund*(Gesund)

Y:
    do kenne ma nigs

Z:
    Die Vorsilbe "zer" kommt im Alemannischen sogut wie nicht vor ( ausnahme; zerschtert, zerstreue, d Zerstreuig),sie wird fast immer mit "vu o. ver" je nach Ort gebildet.

    z I (zu (vor Adjektiven), z nohch, z wiet), z II (in; bei Ortschaften(z Fribag = in Freiburg), zämme (zusammen), zue(zu), zuem (zum), zeh(zieh), Zehn, zehn (Zahl 10; oder ziehen je nach O.) zehle(zählen), ziehe(ziehen), zirne (zürne),ziigt o. zeugt (zeugt), Ziige(Zeugen), Ziignis o. Züügnis (Zeugnis), Ziit(Zeit), zwäg si ( Gesund sein), zwägmache (vorbereiten).


Schwer z Ibasetze, (Schwierige Aussprüche, Sinngemäß),:
  • d Tod schterbe ( des Todes sterben) hier ist beides möglich,
  • D Respeckt vorrem Herrn ( Die Furcht des Herrn),
  • zue d Rueh kumme / z Rueh kumme ( zur Ruhe kommen )
  • mit d Schärfi vum Schwert ( mit der Schärfe des Schwerts )
  • So weh dr HERR läbt (So wahr der HERR lebt)
  • S isch`s fern vu mir (Das sei ferne von mir)
  • Sin etze getroschti muetigi un wackeri Männa ( Seid nun getrosten Mutes und wackere Männer )
  • weda nohch Rechts noh nohch Links ( weder zur Rechten noch zur Linken )
  • Jo nit (Nicht doch)
  • guet Druf isch o. wird (guter Dinge ist (o. wird)
  • so sei s ( So sei es )

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We wird ma Chrischt? ; Alemannisch Wörterbuch


Es gibt nun seid ca. 2 Jahren auch ein super Programm womit man diese Bibeln lesen kann und nebeneinander dastellen kann usw. Man findet es unter www.mybible.de.
Zur Zeit ist das NT zu haben, das AT folgt.

Des isch ä Bäitrag von Dietmar Wiesler fir me Evangelium im Netz (Copyright)Seit Dez. 1999 / (Impressum)
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Erste Änderungen Juni 18, 2008 by Dietmar Wiesler